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Vorschau Herbst 2026

Im August 2027 jährt sich 50-zigste der Todestag eines der herausragenden Philosophen der Neuzeit: Ernst Bloch, dessen Gedanken der Hoffnung und Utopien auch heute linke Zusammenhänge und Debatten (bewusst oder unbewusst) prägen. Folglich wird Paul Stephans neues Buch «Ernst Bloch. Eine Denkbiographie» zu einer Grenzwanderung zwischen Marxismus und Existenzphilosophie, die uns wichtige Denkwerkzeuge an die Hand gibt, um in heutigen Zeiten nicht völlig die Orientierung zu verlieren.

Arbeit und Leistung stehen im Mittelpunkt zweier weiterer bemerkenswerter Neuerscheinungen: Julian Bierwirth warnt in «Postkapitalistische Illusionen. Zur Kritik sozialistischer Ökonomie und Planung» etwa davor, eine befreite Gesellschaft mit arbeitszeitbasierter Verteilungsmodellen und Wachstum möglich machen zu wollen. Und in «Leistung, Aufstieg, Innovation – der große Mythos. Wie leere Versprechen und falsche Helden unser Leben prägen» zeigt Mario Hübler eindrucksvoll auf, dass die Leistungsgesellschaft zwar heute als ideologiefreier Konsens gilt, dabei aber soziale Ungerechtigkeit legitimiert und soziale Unterschiede in moralische Hierarchien verwandelt.

Außerdem neu im Herbst: Dieter Maier schreibt seit nunmehr 1977 die Geschichte der Colonia Dignidad in Chile. Aktuelle, teils erstaunliche Erkenntnisse liefert: «Colonia Dignidad. Ein deutsches Verbrechen in Chile und sein langes Echo», in dem erstmal ausführlich die Verantwortung bundesdeutscher Behörden für die Verbrechen in der Foltersiedlung nachgezeichnet werden.

Und neu für alle Teilnehmende von Sprachreisen und Klassenfahrten nach Barcelona: der kleine interaktive Reisebegleiter «Rumbo a Barcelona. Guía de viaje para estudiantes de español» von Manuel Rhode.