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Konsumideologie

Die ökologische Krise ist allgegenwärtig, längst kämpfen offenbar auch Fluggesellschaften
und Autohersteller (medienwirksam) dagegen an. Das Narrativ: Wir können unseren Planeten retten, ohne dabei Grundlegendes an unserer Lebensweise zu verändern. Wir müssen nur richtig konsumieren!
Diese Versuche – heißen sie nun «Grüner Kapitalismus», «nachhaltiges Wachstum» oder «ökologische Modernisierung » – sind nachweislich zum Scheitern verurteilt. Es geht weniger um die Bearbeitung der ökologischen Krise als vielmehr um die Erschließung neuer kapitalistischer Akkumulationsfelder, letztlich um die ideologische Aufrechterhaltung bestehender Macht- und Herrschaftsverhältnisse.
Johannes Greß versucht an Herbert Marcuse anknüpfend eine neue Perspektive auf die gegenwärtige ideologische Funktion von Konsum zu werfen. Handlungsanleitend ist dabei Marcuses These, wonach Konsum als die Ideologie zur Integration der (oppositionellen) Massen ins kapitalistische System fungiert.
Es werden Marcuses Thesen einer theoretischen und begrifflichen Überarbeitung unterzogen und um Überlegungen von Ernesto Laclau und Slavoj Žižek ergänzt. Im Folgenden werden mittels dieser Überlegungen konkrete, gegenwärtige «ideologische Symptome» in den Blick genommen: Wieso wehrt sich ein deutscher Verkehrsminister entgegen jedweder wissenschaftlicher Evidenz mit Händen, Füßen und Bild-Interviews gegen ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen?
Beschrieben werden Kleinigkeiten, Unebenheiten des Alltags, die auf eine größere, systemische ideologische Dysfunktionalität verweisen. Um diese in den Blick zu bekommen, braucht es ein Verständnis von Konsumideologie als Ergebnis einer «Politik der jouissance», der gezielten Stimulation und Administration von (Konsum-)Bedürfnissen.

Cover ISBN 978-3-89657-037-6

Greß, Johannes:
Konsumideologie
Von Bio-Bananen, Postdemokr. und Grünem Kapatalismus
1. Auflage 2021
Buch
Kartoniert
Schmetterling
ISBN 3-89657-037-4
Ca. 15,00 EUR
(voraussichtl. Ladenpreis
inkl. MwSt., zzgl. Porto)

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Johannes Greß
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