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Simon Schocken

Der junge Kaufmann Simon Schocken gründete 1901 in Zwickau den Stammsitz der später bedeutenden Schocken-Warenhaus-Kette. Er baute zusammen mit seinem Bruder Salman einen der erfolgreichsten und innovativsten Kaufhaus-Konzerne Deutschlands mit Niederlassungen im ost- und süddeutschen Raum auf. Der aus bescheidenen Verhältnissen stammende jüdische Unternehmer unterstützte zahlreiche Einrichtungen und war Vorsteher der Zwickauer jüdischen Gemeinde. Gemäß seinem humanistischen Credo verfolgte er eine von sozialen Grundsätzen geprägte Personal- und Betriebspolitik. Sein besonderes Interesse galt aber der Architektur. So trägt die «Schockensiedlung» im Zwickauer Stadtteil Weißenborn die Handschrift des umtriebigen Unternehmers. Schocken arbeitete eng mit dem Architekten Erich Mendelsohn zusammen, der für den Schocken-Konzern die Häuser in Nürnberg, Stuttgart und Chemnitz errichtete. Nach seinem unerwarteten Tod übernahm 1929 Bruder Salman die Leitung des Unternehmens, das der Familie während der Zeit des Nationalsozialismus von deutschen Banken entrissen wurde. In dem Vortrag wird u.a. der Einfluss von Simon Schocken auf die Entstehung des Schocken-Warenhauses in Stuttgart im Jahr 1928 beleuchtet. Dokumentiert ist das Leben von Simon Schocken in der Biografie «Simon Schocken. Jüdischer Kaufhauspionier - Philanthrop - Gestalter», die jüngst von Claudia Kleemann und Martin Ulmer verfasst wurde.
schien.
Am 8.11.2022 um 19 Uhr wird Kulturwissenschaftler und Historiker Dr. Martin Ulmer im Staatsarchiv Stuttgart, Konrad-Adenauer-Str. 4, 70173 Stuttgart den jüdischen Unternehmer in einem Vortrag würdigen.

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